René Hausheer-Kaufmann

Unsere Kirche

Ref. Kirche Niederurnen - Luftaufnahme (Foto: Hanspeter Hertach)

 

Ref. Kirche Niederurnen Innenraum (Foto: René Hausheer-Kaufmann)

 

Als Gotteshaus diente anfangs den Reformierten die Wendelinskapelle, welche sich auf dem Gebiet der heutigen Kirche befand. 1659 konnte sie durch eine eigene Kirche ersetzt werden, welche den gestiegenen Platzbedürfnissen Rechnung trug. Bis heute waren zahlreiche Renovationen und Umgestaltungen der Kirche notwendig. Die vorläufig letzten Arbeiten mit zahlreichen Neuerung wurde am 1. Advent 1980 feierlich in Betrieb genommen. So wurde das Schiff neu gestaltet, eine Holzdecke in Zeltform eingebaut, die Bänke durch Stühle ersetzt, Kanzel und Empore entfernt und eine neue Orgel eingebaut.

» Lageplan
Reservationsanfrage
Die Kirche kann für Veranstaltungen, welche dem Charakter eines Kirchenraumes angemessen sind, gemietet werden. Für Anfragen wenden Sie sich bitte an das » Sekretariat der Kirchgemeinde.
Baugeschichte
1029    Wendelinskapelle in Niederurnen. Die Pfarrkirche dazu stand in Wangen (SZ).
    
1532    Reformation: Die Niederurner entschieden sich für den neuen Glauben.
    
1659    Neubau der reformierten Kirche
    
1864    Neubau des Turmes mit dem Einbau der heutigen vier Glocken.
    
1892    Um 1892 Neugestaltung der Fenster im Chor ermöglicht durch eine Stiftung zur Erinnerung an Frau Albertine Jenny-Dinner (16.04.1836 - 21.05 1892). Zentrale Christusfigur, Motiv aus Offenbarung 3,20
    
1911    Anlässlich einer grösseren Renovation: Senkung des Fussbodens, neues Holztäfer, neue Bestuhlung und Einbau einer kleinen Empore an der Nordwand.
    
1928    Gemeinsamer Friedhof für alle Leute von Niederurnen in der Gerbi. Früher war der Friedhof für die Reformierten bei der Kirche.
    
1980    Grosser Umbau der Kirche und Anbau des Foyers
    
1982    Einweihung der heutigen Mathis-Orgel: 19 Register
    
2001    Aussenrenovation der Kirche

    
2008    Orgelrevision. Sie konnte dank eines Legats durchgeführt werden, welches freundlicherweise extra für diesem Zweck gesprendet wurde.
    

Glocken
Der heutige Turm enthält vier Glocken in den Tonhöhen C, e, g und c. Sie wurden von Jakob Keller in Zürich-Unterstrass gegossen.

a) Die grösste und schwerste Glocke (2250 kg / C) trägt den Spruch: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen.

b) Die zweite Glocke (1138 kg / e) trägt den Spruch: Opfere Gott Lob und Dank und Bezahle dem Höchsten Deine Gelübde.

c) Die dritte Glocke (663 kg / g) trägt den Spruch: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine gegenwärtige Hilfe in drängender Noth.

d) Die kleinste Glocke (282 kg / c) trägt den Spruch: Selig sind die Todten die im Herrn sterben, von nun an.
Tillier-Gedenktafel
Ref. Kirche Niederurnen - Tillier Tafel (Foto: René Hausheer-Kaufmann)
An der südwestlichen Mauer des Kirchenschiffes wurde eine Gedenktafel eingemauert, welche an ein Schiffsunglück von 1678 erinnert. Sie beginnt mit dem Text: "Sage mir, was liegt hier. Die grosse Hoffnung des Vaterlandes, der Adelige Hohann Anton Tillier, Berner Bürger und Rathsherr desselben Staates. Auf der Rückkehr von den Bädern Rätiens zerschellte das Schiff an der Ziegelbrücke, und mitten im blühenden Leben ist er ertrunken..." In den Büchern der Kirchgemeinde sind zahlreiche Beerdigungen von Fremden verzeichnet, welche auf der wichtigen Schiffsroute zwischen Weesen und Schänis ertrunken sind oder in der Linth vom hinteren Teil des Glarnerlandes angeschwemmt wurden, als die Linth noch näher an Niederurnen vorbeifloss.
Bereitgestellt: 08.02.2021    Besuche: 31 Monat